Bruno, der Bär. Symbol des deutschen Artenschutzes?!

Bär Bruno, der zum Symbol des deutschen Artenschutzes “avancierte” wurde vor wenigen Wochen feige erschossen. Er war der erste, freie, wilde Bär in Deutschland seit fast 171 Jahren! Als Bruno die Bühne betrat, verfolgte ganz Deutschland aufmerksam und fasziniert die Wanderschaft des jungen Braunbären. J.J.1 wurde schnell zum Medienstar. Spätestens als die ersten Bilder dieses “historischen” Bären in die Öffentlichkeit gelangten, war klar, Bruno hat unsere Herzen erreicht! Selbst als die weniger schönen Berichte von gerissenen Schafen und einem  kleinen Mädchen die íhren leeren Hasenstall zeigte, veröffentlicht wurden, blieb die Symphatie gegenüber Bruno größtenteils ungebrochen. Bald kursierte die unzutreffende Bezeichnung des “Problembären” Bruno. Problembär??? Was hat denn Bruno zum “Problembären” gemacht?? JJ1 war ein für Menschen völlig harmloses Kind, gerade einmal 3 Jahre alt und noch lange nicht geschlechtsreif. Zugegeben, Bruno war ein Rüpel, Rabauke, er war eben noch sehr jung, neugierig und sicherlich etwas unerzogen oder noch trefflicher falsch erzogen. Seine Mutter Jurka hat ihm beigebracht, wie man schnell, einfach und ohne große Mühe “Beute” macht. So wie die Erziehung unserer Eltern uns von klein auf prägt, so hat auch Bruno von seiner Mutter gelernt! Deshalb ist es doch nicht verwunderlich, dass ihn der Nahrungsüberfluß in den Siedlungen magisch anzog; damit meine ich des Menschens “Nutztiere”. Oder gab es in all den Wochen auch nur eine Attacke gegenüber Menschen??? Nein!! Bruno suchte nicht! die Nähe “zum” Menschen, sondern ausschließlich die seiner Beutetiere. Es gab einige, wenige Begegnungen zwischen Bruno und Mensch. Und niemand der Bruno mit eigenen Augen gesehen hat, hat Ihn als aggressives, böswilliges Monstrum bezeichnet. Ganz im Gegenteil! Ohne sich in die Enge getrieben zu fühlen, würde jeder Bär einer direkten Konfrontation mit dem Menschen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, aus dem Wege gehen! Mußte man deswegen lieber forsorglich Bruno erschießen lassen, als das Minimalrisiko einzugehen, irgendwann wegen eines Zwischenfalls den Hut nehmen zu müssen?! Meiner Meinung nach sitzen die einzigen Problembären Deutschlands im Umweltministerium Bayerns! Früher oder später werden, da sind sich viele Experten einig, wieder Bären aus unseren europäischen Nachbarländern zu uns stoßen. Und ich hoffe das die Verantwortlichen und all diejenigen, die so grausam unter Bruno leiden und zittern mußten, nicht mehr in eine derartige Hysterie verfallen! Die größte Wut habe ich auf all die kleingeistigen “Nutzvieh”- Besitzer, deren IQ wahrscheinlich nur geringfügig über dem einer ihrer Altsteirer Zuchthühner liegt, die um ihr liebes “Vieh”jammerten, obwohl gerade bei einem Großteil derer, ein Tierleben faktisch nichts bedeutet! Und der finanzielle Schaden? Der wurde oder wird doch ohnehin übernommen!! Wir könnten uns ein Beispiel  an anderen europäischen Ländern nehmen, die mehr Verständnis für ursus arctos zeigen und denen bewußt ist, das dieses faszinierende Säugetier geschützt werden muß!!!!! Es gibt noch geeigneten Lebensraum für Braunbären in Deutschland. Der Bär wird sich im deutschen Alpengebiet niederlassen! Früher oder später! Wir müssen ihn einfach nur lassen und darauf vorbereitet sein. Der Wolf und Luchs sind auch zurückgekehrt. Wieso nicht auch der Bär??!! Deutschland wäre so noch viel reicher………              

Eine Reaktion zu “Bruno, der Bär. Symbol des deutschen Artenschutzes?!”

  1. gabi

    Lieber Steffen.
    Ich finde Deine Seiter super toll…leider ist es mit unseren Mitbürgern, die verantworten sollten, das Bruno nicht glücklich leben durfte so eine Sache.
    zuerst wird gejammert, das es schon lange keine Bären nicht mehr gibt, dann gibt es einen..dann muss er sterben, nur weil er seinem natürlichen Drang nachgekommen ist.
    Macht ein Tier nicht so, wie es sich einige Menschen einbilden, werden sie beseitigt….
    traurig…traurig…traurig…
    Aber………………………………alle Tiere werden sich irgendwann rächen.!!!!

    lg gabi

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